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| 208.Tag, Sonntag, 12.4.2026 |
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| Heute gibt's weniger Sonne und wir müssen uns auch auf Wind einstellen. Das heisst, dass die Räder in der Garage bleiben und wir eine Stadtrunde machen werden. Helga bringt von ihrer Morgenrunde wie üblich süsses Gebäck mit und da wir heute nichts Gröberes vorhaben dauert das Frühstück im Freien etwas länger. Dann geht's aber los und wir klappern alle uns schon bekannten Strassen und Plätze ab. |
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Finale di Pollina |
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| Ein bisschen was Neues entdecken wir immer und schlussendlich gibt's nach dem Einkauf in unserer Trattoria den üblichen Aperitivo. Der Nachmittag verläuft gemütlich vorm Womo und da sich der ziemlich warme Wind noch in Grenzen hält geniessen wir die Zeit im Freien. Am Abend wird's ein wenig stürmischer was uns aber eigentlich nichts mehr ausmacht. |
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| 209.Tag, Montag, 13.4.2026 |
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| Eigentlich ist es ganz gut dass man nicht weiss was der ganze Tag bringen wird. Wir beschliessen wieder einen Nixtun-Tag einzulegen, spazieren am Vormittag gemütlich in die Stadt und lassen uns in der Eden-Bar einen Aperitivo schmecken. Dass dies allerdings die letzte Kleinigkeit zu essen und trinken für heute ist können wir nicht wissen. |
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| Retour am Platz, Zwischenstopp bei langjährigen Camperfreunden, ein bisschen plaudern und natürlich die Hunde begrüssen. Kurz gesagt, der sonst friedliche und für Streicheleinheiten immer zu habende Rottweiler hat im wahrsten Sinne die Schnauze von Helga voll und zeigt es mit einer Beissattacke. Das Ergebnis, der Unterarm ist stark lädiert. Wir werden von unseren Nachbarn sofort in die Notaufnahme nach Cefalu gefahren. Um 14:09 Uhr werden wir nach Vordrängen vom Computer erfasst und erst um 20:25 Uhr, nach dreimaliger Urgenz, sieht Helga zum ersten Mal einen Medico und die Wundversorgung. |
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| Der wollte uns gleich weiter nach Palermo zu einem plastischen Chirurgen schicken. Lange Diskussionen, Röntgen und da zum Glück die Arteria radialis, die Sehnen und auch kein grösserer Nerv beschädigt sind, geht's dann endlich ans Nähen. |
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| Nach einer Infusion und nochmaligem Röntgen endet um 23:45 Uhr unser Aufenthalt im Ospedale Istituto G.Giglio. Nach Mitternacht treffen wir einigermassen k.o. daheim ein, statt einem Glas vino gibt's für Helga eine Schmerztablette und ich habe eigentlich auch nur noch Lust auf den Matratzenhorchdienst. |
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| 210.Tag, Dienstag, 14.4.2026 |
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| Natürlich hat Helga eine unruhige Nacht hinter sich, zum Frühstück gibt's einen ordentlichen Tablettenmix und dann machen wir uns auf in die Stadt. Aus unserer Lieblingsbar wird heute nichts, wir nehmen stattdessen die Farmacia ins Visier. Wir werden freundlichst behandelt und kommen mit prall gefüllten Taschen wieder retour. Hier muss man sich nämlich die Medikamente, Tetanusauffrischung und Verbandsmaterial selbst in der Apotheke kaufen. |
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| Nach kurzer Durchsicht setze ich mich nochmal auf's Rad und fahre in die Stadt. Jetzt sind wir einigermassen gut gerüstet und können gleich mit der Tetanusinjektion und dem Verbanswechsel beginnen. Schön schaut's ja nicht unbedingt aus, aber da Rötungen und Schwellungen sich in Grenzen halten bin ich als Behandelnder zufrieden. |
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| Alles wieder gut verpackt, neue Tabletten eingenommen, mehr kann man nicht machen. Chefkoch bin heute auch ich, pikante Arancini und Fenchel - Orangensalat kommen auf den Tisch. Um ca. 16 Uhr trifft der angekündigte Regen ein, für Helga gibt's eine Schlafrunde. Vielen Dank an alle die sich nach ihr erkundigt haben und Genesungswünsche aussprechen. Ein bisschen fernsehen und dann heisst es für sie Gute Nacht, bis morgen. |
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| PS.: Am 20. September 2025 hat mir die Autobahngesellschaft nach der Fahrt von Verona nach Mailand 84,40 € von meiner Kreditkarte abgebucht. Das ist angeblich der höchste abbuchbare Betrag und entspricht der Fahrt bis Bari. Am 22. 9. 2025 habe ich bei autostrade.it eine Reklamation eingebracht und heute, nach fast 7 Monaten wurden mir 72,40 € rücküberwiesen. Man sieht, in Italien braucht alles seine Zeit! |
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| 211.Tag, Mittwoch, 15. 4.2026 |
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| Am Vormittag radle ich wieder in die Apotheke um zusätzliches Verbandsmaterial zu besorgen. Dann ist der tägliche Verbandswechsel dran. Keine Entzündungszeichen zu sehen, ich bin einigermassen beruhigt. Als Koch habe ich heute frei, wir spazieren in unser Lieblingsrestaurant und lassen uns verwöhnen. |
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| Ganz ohne Küchendienst geht's aber trotzdem nicht, denn der Gemüsemann kommt mit Erdbeeren vorbei und unter Anleitung produzieren wir meine erste Marmelade. |
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| Ansonsten gibt es heute nicht viel zu berichten, Ruhe ist angesagt, schauen wir mal was der morgige Tag bringt. |
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