30.Tag, Dienstag, 14.5.2019
 
 
 
Palas de Rei - Melide 15,4 km
gesamt: 580,3 km
 

Heute steht uns eine kurze aber ziemlich heiße Etappe bevor. Traumhaft schöne "wie-Daheim-Waldwege" führen uns durch San Xulián, Ponte Campaña nach Casanova, wo wir zwar den berüchtigten Herrn nicht antreffen aber, was uns eh lieber ist, in einer kleinen Bar ein gutes Frühstück bekommen. Und für den wirklich schönen Stempel in unserem Credencial stellen wir uns auch brav an.

 
 
     
 
 
Vorbei an einem kleinen Kirchlein wandern wir weiter nach Melide.
 
 
 
Leider hat auch der Pilgerstrom heute wieder extrem zugenommen und es wird wohl noch schlimmer werden, denn hier in der Stadt trifft der Camino Primitivo mit dem Camino Francés zusammen. Und alle wollen nach Santiago! Vorbei ist es mit dem ruhigen Laufen und auch die Herbergen sind voller als bisher. Vorsichtshalber habe ich heute für uns alle Unterkünfte reserviert, in Santiago hat uns Eva ein Appartement besorgt. Wir sind froh endlich im O Cruceiro einchecken zu können, 5-Bettzimmer samt Klimaanlage, ein Luxus bei 37°C!
 
 
     
 
     
 
 
Der Hunger macht sich bemerkbar, also ab in die nächste Pulperia um die galicische Spezialität Pulpo zu probieren. Gekochter Krake (nicht Tintenfisch) mit Öl, Salz und Paprika. Für Gerda gibts Gottseidank was anderes aber ich bin voll begeistert. Ich habe auch schon den Caldo Gallego, einen typischen galicischen Gemüseeintopf mit Kohl und Kartoffeln probiert und der schmeckt auch hervorragend.
 
 
     
 
 
Natürlich befolgen wir den Rat von Seppi und verkosten einen Orujo. Heißt laut Übersetzer Tresterschnaps, schmeckt aber wie Kräuterlikör! Wir bedauern die voll fertigen noch vorbeiziehenden Pilger und sind heil froh, dass unsere Rucksäcke samt Wanderschuhe für heute im Eck stehen bleiben. Übrigens: Das Glas Sangria ist meine "Empfehlung"! Und es hat um 19 Uhr noch immer 35°C!